Pressegespräch der GAH am 02.07.2020

Am 2.7.2020 trafen sich Ursula Hüttemeister-Hülsebusch (Listenplatz 1), Josef Muhs (Listenplatz 2), Elke Huth (3), Finn Jäker (4), Lisa-Marie Hofsäss-Bornfelder (5), Maria Piplak-Meier (6), Maria Schlager-Fritsch (7), Hans-Georg Humpert (9) zu einem Pressegespräch, um die neuen Listenkandidaten der GAH vorzustellen.

Zunächst begrüßte Ursula Hüttemeister-Hülsebusch die Anwesenden und fand als neue Spitzenkandidatin der GAH einleitende Worte. Anschließend gestaltete sich die Unterhaltung als ein offenes Gespräch, an dem sich alle Kandidaten beteiligten und gegenseitig ergänzten.

Es wurde deutlich, dass die GAH sich für die kommende Wahlperiode völlig neu aufgestellt hat, doch wie gehabt wieder eine Frau an der Spitze steht.

Jedoch verstehen sich Ursula Hüttemeister-Hülsebusch und Josef Muhs gemeinsam als Tandem

Auch alle weiteren Kandidat*innen für die oberen Listenplätze wurden ohne Gegenkandidat*innen gewählt, wodurch eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Kandidat*innen, Frauen und Männern und völlig unterschiedlichen Kompetenzbereichen entstanden ist, die sich gegenseitig ergänzen, voneinander profitieren und auf Basis von Ehrlichkeit und Beständigkeit miteinander zusammen arbeiten wollen.

Für die kommende Wahlperiode stellen sich die oben genannten Listenkandidaten inhaltlich Folgendes vor: Die Politik soll transparent und vor allem bürgernah sein. Anliegen der Bürger wollen wir sehr ernst nehmen! So zum Beispiel das Anliegen eines Bürgers, der in einem aktuellen Schreiben an die GAH den Ausbau der Radfahrwege, insbesondere auf der K16, fordert.

In diesem Sinne wollen wir die Stadtentwicklung dahingehend voran bringen, dass Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt und sicher neben den Autofahrern in Hemer existieren können. Es bedarf eines Ausbaus der Radfahrwege im Sinne des Radverkehrskonzepts der Stadt Hemer, einer Abrufung der vom Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel hierfür und einer deutlichen Anhebung der Anzahl von gesicherten, am besten auch überdachten, Fahrradstellplätzen in der Innenstadt. Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet würde ebenfalls Fußgängern und Radfahrern, aber auch Anwohnern und schlussendlich der Umwelt zugute kommen.

Denn das Thema Umwelt- und Klimaschutz ist natürlich weiterhin zentrales Thema der GAH. Gerade in Zeiten von Corona haben viele Bürger den Naherholungsraum Wald völlig neu für sich entdeckt, aber ebenso offensichtlich ist auch für jeden das Waldsterben als mittelbare Folge des Klimawandels erkennbar. Klimaschutz bedeutet also auch eine Verbesserung der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Konkret bedeutet das für uns die Versiegelung von Flächen im Stadtgebiet einzudämmen bzw. zu minimieren, damit die Böden Regen wieder aufnehmen und abgeben können, wenn die Sonne scheint, um so einen natürlichen Kühlungseffekt zu erzeugen. In diesem Sinne wollen wir auch mehr Dach- und Fassadenbegrünungen sowie ein Verbot der sog. Steingärten fordern. Auch was Windkraft angeht, haben wir aus unserer Sicht lange genug gewartet.

Mit Blick auf Teilhabe von Senioren, aber auch Kindern und Jugendlichen wollen wir Familienzentren zu echten Stadtteilzentren ausbauen.

Um Kindern und Jugendlichen mehr Mobilität zu ermöglichen, wollen wir, dass der ÖPNV für diese kostenlos wird, am besten natürlich sogar für alle Bürgerinnen und Bürger.

Generell müssen unsere Jugendlichen, unsere Zukunft, ein stärkeres Gehör finden. Hierfür wollen wir das Jugendplenum zu einem Jugendparlament mit Antragsrecht erweitern.

In den Schulen muss natürlich, brandaktuell, die Digitalisierung vorangetrieben werden. Ein diesbezüglicher Antrag der GAH zu einer Elternbefragung, um den Bedarf an Endgeräten und Internetzugang festzustellen, wurde auf die nächste Schulausschusssitzung nach den Sommerferien verschoben. Aber ein aktuelles Schreiben der Stadtschulpflegschaft zeigt, dass dieses Thema auch in den Augen der Eltern keinen Aufschub verträgt. Aus diesem Grunde haben wir eine Sondersitzung des Schulausschusses beantragt, unter Einbezug von Eltern- und Schülervertretung sowie Vertretungen der Schulen. Elternwille ist für uns entscheidend, auch im Hinblick auf die Entwicklung der Hemeraner Schullandschaft.

Ebenso im Sinne von Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit muss in unseren Augen der Ganztagsbetrieb weiter ausgebaut werden. Jedes Schul- und Kindergartenkind muss eine gesunde, warme Mahlzeit bekommen.

Ein Tourismuskonzept, wie schon vor langer Zeit für Hemer angedacht, wäre wünschenswert, um besonders regionalen Tourismus für Hemer zu fördern und Hemers Vorzüge für alle transparent zu machen.

Eine weitere in letzter Zeit von der GAH gestellte Anfrage bezog sich auf das Wohlergehen der besonders verletzlichen Gruppen in der Corona-Krise, denn wir bemühen uns im Sinne sozialer Politik auch besonders um die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Doch auch diese Anfrage wurde nicht zufriedenstellend bearbeitet. Dies liegt in unseren Augen auch an der Organisation der Verwaltung. Sie bedarf dringend einer Umstrukturierung bzw. Reorganisation. Die Lähmung der letzten Legislaturperiode muss enden. Der aktuelle Bürgermeister hätte durchaus einiges für Hemer bewirken können, wenn ihm nicht immer wieder Steine seitens der anderen Parteien in den Weg geworfen worden wären.

Wir als Listenkandidaten hoffen, bei der kommenden Wahl genügend Stimmen für die GAH gewinnen zu können, um zukünftig mehr durch- und umsetzen zu können, bzw. lauter gehört zu werden. Und so wollen wir auch die Bürgerinnen und Bürger, egal ob jung oder alt, hören. Die GAH ist basisdemokratisch und unabhängig organisiert und jeder kann uns jederzeit ansprechen, mit seinen Sorgen oder Wünschen zu uns kommen oder auch gerne direkt bei uns mitmachen, denn nur gemeinsam können wir für Hemer etwas bewegen und Hemer aufblühen lassen.

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