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Leserbrief des schulpolitischen Arbeitskreises der GAH-Fraktion zur aktuellen Situation der Schulen in Hemer

Der in der Donnerstags-Ausgabe  des IKZ abgedruckte Artikel zu den geplanten  und bereits erfolgten Schulöffnungen war als Leserbrief eingereicht worden,  namentlich unterzeichnet von fünf Frauen, deren  Zugehörigkeit zu einer politischen Gruppierung, der GAH, zusammen mit deren Ansichten in dem Schreiben erwähnt wurde .Deshalb ist der Leserbrief als solcher nicht akzeptiert und somit gekürzt und verändert worden, was wohl Usus ist. Sobald man sich politisch engagiert, darf man offensichtlich seine Meinung nicht in einem Leserbrief kundtun. Es sieht doch sehr nach Zensur aus, wenn wir unsere politische Arbeit nicht mit den Bürger*innen teilen können. In einer kurzen Einleitung hatten wir übrigens auch darauf hingewiesen, dass ein Auslöser für unser Schreiben ein Leserbrief aus der letzten Woche war, in dem der Politik Untätigkeit  in Sachen Corona – Pandemie vorgeworfen wurde.

Die fünf Autorinnen auf den Status „Politikerin“ zu reduzieren, (wir sind auch Mütter, Großmütter, Pädagoginnen, Therapeutinnen, Ehrenamtliche, etc.). ist genauso inakzeptabel wie die Reduzierung von Schüler*innen und Schülern auf den Status “Prüflinge” durch unsere Schulministerin, einer unserer Kritikpunkte im Leserbrief. Dieser beinhaltete auch eine generelle Kritik an der Schulpolitik der Ministerin und den Entscheidungen zu den überstürzten Schulöffnungen, die ja nicht auf kommunaler Ebene getroffen wurden, für die aber leider Schulleiter und Schulträger letztlich ihren Kopf hinhalten müssen. Und eben auch die betroffenen Schüler*innen , ihre Familien und ihre Lehrer*innen. Das darf man doch wohl mal aussprechen. Es wäre außerdem mehr als wünschenswert, wenn (Schul-)Politiker*innen auch nur ein Fünkchen Ahnung von Schule hätten.

Durch die aktuellen Entwicklungen seit Donnerstag wird die Brisanz noch deutlicher. Frau Gebauer wird jetzt sogar von Herrn Laschet zurück gepfiffen, der sich ja bisher  als recht forsch  in Sachen Schulöffnung gezeigt hat. Vielleicht geht nach der angekündigten Korrektur der Kelch nicht nur an den Viertklässlern, sondern auch an den Erst- bis Drittklässlern, deren neuerlicher Schulbeginn für den 11. Mai angedacht ist, doch noch vorbei. Das gilt auch für die weiteren Jahrgänge. Hü und Hott. So geht es nicht!!

Eine Studie des Virologen-Teams der Charité um Christian Drosten konnte keine signifikanten Unterschiede in der Gefahr der Übertragung von Viren zwischen Kindern und Erwachsenen feststellen. Kinder zeigen lediglich selten Symptome einer Krankheit, sind aber genauso ansteckend. Die Autoren der Studie warnen vor einer Öffnung der Schulen. Wir auch.

Antje Bötcher von Larcher
Lisa-Marie Hofsäss-Bornfelder
Ulla Hüttemeister-Hülsebusch
Elke Huth
Maria Schlager-Fritsch

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