Bildungs- und Schulpolitik

Bildung als  primäre Voraussetzung für die eigenverantwortliche  Lebensgestaltung war und ist für uns ein zentrales Thema. Die Hemeraner Bildungspolitik muss dafür sorgen, dass Menschen jeden Alters ihre individuellen Talente entfalten und ihre Zukunft gestalten können. Im Mittelpunkt steht immer  das einzelne Kind, der einzelne Jugendliche, der einzelne Erwachsene. Bildungsförderung ermöglicht nachhaltig eine bessere Orientierung und Teilhabe im politisch-gesellschaftlichen Umfeld.

Es ist untragbar, dass die soziale Herkunft  und die wirtschaftliche Situation der Familien noch zu oft über Bildungs- und Aufstiegschancen entscheiden. Wir  setzen uns für ein möglichst langes gemeinsames Lernen  und den Abbau von Bildungs-ungerechtigkeit ein. Nach wie vor ist eines unserer wichtigsten Ziele, die besten Lernvoraussetzungen  für einen erfolgreichen Bildungsweg aller  Hemeraner Kinder und Jugendlichen zu schaffen, in einer Hemeraner Schule. Wir fordern, dass die Stadtschulpflegschaft als Sprachrohr der Eltern einen beratenden Sitz im Schul-ausschuss bekommt.

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Unsere Ziele:

Instandhaltung und Ausstattung der Schulen

 

Wir erwarten eine kontinuierliche  Instandsetzung und  bedarfsgerechte Erweiter-ung aller Schulgebäude. Immer wieder stellen wir fest, dass es viel zu lange dauert, bis bauliche Mängel und Nutzungsspuren  beseitigt werden. So können z.B. Hygienevorschriften nicht immer eingehalten werden, wenn Klassenräume nicht über ein eigenes Waschbecken verfügen oder eine Toilettensanierung längst überfällig ist.

Es müssen ausreichende Räumlichkeiten, besonders auch  für inklusiven und differenzierten  Unterricht vorhanden sein. Die Barrierefreiheit aller Bildungs-einrichtungen muss dringend hergestellt werden, um allen Schüler*innen nicht nur den Zugang, sondern auch die Bewegungsfreiheit innerhalb der  Gebäude zu ermöglichen. Ein Aufzug am Woeste-Gymnasium, z.B., ist schon lange überfällig, besonders auch, da die Aula als Ratssaal dient.

Eine angemessene materielle Aus-stattung ist ebenfalls ein Muss, damit die Schulen den vielfältigen Anforderungen eines zeitgemäßen Unterrichts gewachsen sind. Wir fordern deshalb   auch  die sofortige digitale Ausstattung, sowohl mit Endgeräten zum häuslichen Gebrauch für die Schüler* innen und den notwendigen Internetanschlüssen als auch als Voraussetzung für die Schulen selbst.

Sie  dient längerfristig als Ergänzung und zur Verbesserung des Lernerfolgs und besonders zur Unterstützung  von  erforderlichem Unterricht auf Distanz während der Corona-Pandemie. Diese wird sicher noch lange das unterrichtliche Geschehen beeinflussen und eine Rückkehr zum regulären Präsenzunterricht zumindest erschweren. Endgeräte sind im Sinne der im Schulgesetz verankerten Lernmittel-freiheit als Lernmittel zu behandeln und den  Schüler*innen zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen.

Familien dürfen nicht zur Anschaffung verpflichtet werden.

Neben der Basisausstattung (Hard- & Software) müssen den Schulen auch externe IT-Beauftragte zur Verfügung stehen, die für die Auswahl der Technik und den Support der Geräte zuständig sind. Es ist sicher nicht richtig, diese zentrale Aufgabe einfach nur einer Lehrerin oder einem Lehrer aus dem Kollegium zu überlassen.

Nach wie vor gilt für uns, dass Chancenungleichheit  verhindert werden muss. Kein Schüler darf verloren gehen. Alle Schüler*innen sollen einen Schulabschluss er-reichen können. Wir  erwarten auch, dass Förderprogramme des Landes rechtzeitig beantragt werden.

Instandhaltung der Schulgebäude

Die GAH fordert ein gesundes Raumklima an allen Hemeraner Schulen!

Viele unserer Bildungseinrichtungen sind in den 60er Jahren gebaut worden und sind seitdem zwar instandgehalten, jedoch nur in unregelmäßigen Zeitabständen renoviert und saniert worden, so dass in jüngster Zeit immer deutlicher die Spuren der Nutzung erkennbar geworden sind. Heute ist uns bekannt, dass aus einigen der damals verwendeten Baustoffe Schadstoffe austreten können, die die Gesundheit unserer Kinder gefährden können. Zu jeder Jahreszeit herrscht in den Räumen ein ungesundes Raumklima, sei es durch schlecht funktionierende Heizsysteme oder durch undichte bzw. nicht zu öffnende Fenster.

Grundschulen

Alle bisherigen Grundschulstandorte müssen erhalten bleiben und  fußläufig er-reichbar sein. Jede Grundschule muss zur offenen Ganztagsschule gemacht werden und somit einen Beitrag zur Förderung und Betreuung der Schüler*innen leisten. Die  offenen Ganztagsschulen müssen die Möglichkeit haben, sich weiter zu entwickeln. Schulen und freie Träger sollen in der Lage sein, über den ganzen Tag strukturierte Angebote sicherzustellen.

Falls  es 2025 zu einem Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz kommt, was wir auf jeden Fall unterstützen werden, müssen die notwendigen Voraussetzungen recht-zeitig geschaffen werden,  und  vor allem müssen dann die notwendigen Räumlich-keiten  zur Verfügung stehen.

Uns ist auch die  Gesundheit von Schüler*innen sehr wichtig. So  fordern  wir ein kostenloses Mittagessen unter Verwendung regionaler, saisonaler und biologisch einwandfreier Zutaten. Wir wünschen uns hauseigene. Schulküchen, die auch Lern-ort für eine gesunde Ernährung und die  Wertschätzung von Lebensmitteln sein sollen.

Weiterführende Schulen

Ein umfassendes  Angebot von  weiterführenden Schulen muss auf der Grundlage des Elternwillens sichergestellt werden und sich an den Bedürfnissen aller Hemer-aner Kinder und Jugendlichen orientieren. Vorschläge des Jugendplenums und der Schülervertretungen sollen berücksichtigt werden. Es kann nicht sein, dass immer noch Hemeraner Schüle*innen in die Nachbarstädte ausweichen müssen, da sie in Hemer nicht entsprechend ihrem Potenzial  beschult werden können.

Die von uns mit ins Leben gerufene  Gesamtschule (Europaschule am Friedenspark) hat sich als Erfolgsmodell herausgestellt. Wir fordern nach wie vor die Möglichkeit eines längeren gemeinsamen Lernens.

Weiterbildung

Lernen endet nicht mit Schule und Ausbildung. Lebenslanges Lernen muss durch Angebote auch in der Erwachsenen- bzw. Seniorenbildung gewährleistet sein.

Wir  unterstützen  auch den Bestand der örtlichen Weiterbildungsangebote, die einen wichtigen Beitrag leisten. Besonders bildungsbenachteiligte Zielgruppen und Migr-ant*innen sollen die Möglichkeit des zweiten Bildungsweges haben.

Schulsozialarbeit

Zur Betreuung und Förderung von Kindern und  zur Beratung von Eltern und Lehrer*innen ist  die Ausweitung von Schulsozialarbeit an allen Schulen, auch in den Ortsteilen, erforderlich. Besonders auf Grund der aktuellen Corona- Situation ist dies dringend erforderlich.

Schulentwicklungsplanung

Wir fordern eine kritische Evaluation des neuen Schulentwicklungsplanes. Dabei muss festgestellt werden, ob Veränderungen in der Schulgesetzgebung oder der  regelmäßig festzustellende  Elternwille eventuell zu einer Anpassung führen müssen.

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